"Ausgezeichnet zur gleichen Zeit als massgebender Klavierspieler, Dirigent und noch dazu als Musikgelehrter"
BBC Music Magazine.
Christopher Hogwood, ausgezeichnet als Dirigent, Klavierspieler und Musikgelehrter, ist nicht nur einer der führenden Vorkämpfer der alten Musik, sondern auch ein renommierter Fachdirigent der Musik des 20. Jahrhunderts. Emeritierter Dirigent des Kammerorchesters The Academy of Ancient Music, welches er selber im Jahre 1973 gegründet hat, und welches unter seiner Leitung mehr als 200 von den Kritikern hochgelobte Aufnahmen gemacht hat, setzt Hogwood im Laufe dieses Frühlings mit Flavio eine Reihe Konzertaufführungen der Opern Georg Friedrich Händels fort. Außerdem ist er auch Conductor laureatus der Handel and Haydn Society und gastiert weltweit mit vielen Orchestern und Operngesellscgaften, einschliesslich mit dem Tonhalleorchester Zürich, mit dem Orquestra Ciudad de Granada, mit dem Sinfonieorchester des Frankfurter Rundfunks, und mit der Athens Camerata. Während dieses Jahres dirigiert er auch das Festorchester Schleswig-Holstein, das Residentieorchester, das Sinfonieorchester Barcelona, das Leipziger Oper und die Bremer Philhamoniker.
Hogwood debütierte als Klavier- und Cembalospieler. Er ist und bleibt eine führende Kraft in der musikalischen Revolution, welche auf immer die ganze Art und Weise der Aufführungspraxis, der Aufnahmetechnik und des Konzertlebens bedeutend verändert hat. Vor allem sucht er den Geist und die Meinung des Komponisten womöglich zum Vorschein zu bringen und ins Leben zu rufen. Seine Art und Weise ist es, auf die Urquellen zurückzuführen, alle Text- und Druckfehler zu korrigieren, und spätere Abänderungen ausfindig zu machen.. Sein Repertoire reicht von der mittelalterlichen bis zur zeitgenössischen Musik, freilich mit einer besonderen Neigung zur Musik von Händel und Haydn und zu den Werken der Komponisten der neobarocken und neoklassischen Schulen des 20. Jahrhunderts. Seine gegenwärtige weitschweifende Tätigkeit als Redakteur reicht von den der großen Ouvertüren und Sinfonien von Felix Mendelssohn-Bartholdy bis zum Fitzwilliam Virginal Book und zu den vollständigen Klavierwerken von Henry Purcell.
Unter den hochgelobten Aufnahmen, die Christopher Hogwood für DECCA mit der Academy of Ancient Music gemacht hat, findet man die erste auf historischen Instrumenten gespielte Gesamtaufnahme der Sinfonien von Mozart, und eine Gesamtaufnahme der Sinfonien von Ludwig van Beethoven. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit Aufnahmen einer Reihe neoklassischer Werke mit dem Kammerorchester Basel für Sony/BMG (Arte Nova), mit der ‘hinreissenden und aufschlussreichen’ ‘Secret’-Serie wenig bekannter Werke für Klavichord und mit einer Gesamtaufnahme der Werke Bohuslav Martinus für Violine und Orchester.
Seine zahlreichen Publikationen umfassen unter anderem eine Übersicht über das Mäzenatentum in verschiedenen Epochen (Music at Court) und Biographien von Haydn und Mozart. Neulich ist bei Cambridge University Press sein Buch Water Music and Music for the Royal Fireworks (Händels Wassermusik und Feuerwerksmusik) erschienen, sowie auch eine revidierte Ausgabe seiner klassischen Händelbiographie . Seine Schriften sind in viele Sprachen übersetzt worden, einschließlich deutsch -- Händel (beim Metzlerverlag) -- und französisch (La Sonate en Trio beim Verlag Actes-Sud). Wegen seiner ausgezeichnetenen Dienste für die Musik Händels (Aufführungen, Redaktionen, Aufnahmen und Schriften) hat er den Händelpreis der Universitätsttadt Halle für das Jahr 2008 erhalten. Zudem ist er Professor h.c. der Musik an der Universität Cambridge und Gastprofessor an der Royal Academy of Music, London.
Aus den neuesten Presseberichten:
ALS DIRIGENT
Oper Leipzig - Mozart - "La Clemenza di Tito" - Januar 2008
"Dieser hervorragende Dirigent verstand es mit ebensoviel Einfühlsamkeit wie Akkuratesse, Mozarts Musik in formvollendete, klare Klangsprache zu übertragen. In einer nicht allzu puristisch aufgefassten Annäherung an die historische Aufführungspraxis enstand grazil und leichtfüßig ein Fließen der Musik, das schlank, flink und im besten Sinne wohltemperiert vorwärts drängte. Schon das allein war zweifellos ein musikalischer Höhepunkt der Opernsaison."
Leipziger-Almanach, Januar 2008
Oper Leipzig - Mozart - "La Clemenza di Tito" - Januar 2008
"Mit dem Dirigenten Christopher Hogwood hat Mozart einen genauen und kenntnisreichen Sachwalter vor Ort."
Sächsische Zeitung, Januar 2008
Tonhalle Orchester - Schumann - Manfred und Sinfonie Nr.3 - Zurich Festspiele - Juni 2007
‘Hogwoods Aufführung bewegte sich innerhalb eines Dreiecks von Eleganz, natürlichem Fliessen und tänzerischer Brillanz.’
Neue Zürcher Zeitung, Juni 2007
Academy of Ancient Music – Barbican Centre, London - Mai 2007 (Händel ‘Amadigi’)
Die Hauptrolle spielte Christopher Hogwood, einer der hervorragenen, technisch begabsten Dirigenten unserer Zeit. Sein Taktschlag ist sehr klar, ohne unbeholfene Manieren, anmütig, fliessend – kurz, alles, was dazu beiträgt, daß man ihn mit Vergnügen ansieht, mit dem Gefühl, daß er völlig im Dienste der Musik da steht, anstatt anzunehmen, daß die Musik ihm zum Lob dient. Welche Freude!
Early Music Review, Aug 2007
Dido and Aeneas (Henry Purcell) - La Scala, Mailand - Juli 2006
Christopher... bescherte uns eine Interpretation der Dido and Aeneas voll Zartgefühl und raffinierter, eleganter Feinheit, klanglich diamantenscharf und klar...
L’Opera, August 2006
AUFNAHMEN
Secret Mozart — Deutsche Harmonia Mundi 82876 83288-2 - August 2006
Hogwood ist als Künstler so fein und geschickt, dass es gleichsam eine Ehre ist, seine Interpretation der Klavierwerke Mozarts zu- zu hören. Wie es den Instrumenten passt, ist seine Art, die Werke vorzutragen, wohlüberlegt und respektvoll. Den Text verziert er nur gelegentlich und immer anständig.
International Record Review, October 2006
VERÖFFENTLICHUNGEN
HANDEL – Christopher Hogwood – Thames and Hudson – Mai 2007
‘Eine gründliche, grossartige Einführung in das Leben und die Werke des grossen Komponisten’
The Sunday Times
Handel’s Water Music and Music for the Royal Fireworks - CUP Verlag - 2005
‘. . . beinahe alles, was man von einer Monographie zu wünschen ist: knapp, sprachlich elegant, mühelos mit der Arbeit zeitgenösischer Musikologen vertraut, wuchtig aufschlussreich, offensichtlich voll Liebe und Bewunderung zugleich für den Menschen und für seine Musik, mit reichhaltigen und sorgfältig ausgewählten Beispielen, von witzigen Bemerkungen durchzogen, dem politischen Hintergrund maßgebend, vor allem aber auf die Musik eingestellt. Hogwood behandelt Musik als Musik und Musiker als Musiker — dem Leser fällt ein Stein vom Herzen!
The Musical Times (Peter Williams) Sommer 2006.